Erich Irlstorfer

Mitglied des Deutschen Bundestages - Ausschuss für Gesundheit

Podiumsdiskussion im Presseklub Nürnberg

18. Mai 2017

Nürnberg, 4.5.2017; Am 4. Mai fand im Marmorsaal des Presseclubs Nürnberg eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nach der Reform ist vor der Reform Quo vadis – Gesundheitspolitik?“ statt.

Neben Erich Irlstorfer, MdB von der CSU nahmen auch Frau Dittmar (SPD), Frau Schulz-Asche (Grüne), Herr Weinberg (Linke) und Herr Storm (Vorstands­vorsitzender der DAK-Gesundheit) an der Podiums­diskussion teil. Moderiert wurde die Diskussion von Herrn Prof. Beivers von der Fresenius-Hochschule München.

von links: Weinberg, Schulz-Asche, Storm, Beivers, Dittmar, Irlstorfer

Thematisiert wurden neben den großen Reformen der laufenden Legislaturperiode, wie dem Krankenhaus­strukturgesetz sowie den Pflegestärkungsgesetzen, die gesundheitspolitischen Agenden der kommenden Legislaturperiode. Hier zu nennen wären beispielsweise die intersektorale Heraus­forderungen wie bei der Notfallversorgung im Krankenhaus, die Frage der Finanzierung des Gesundheitssystems sowie die große Aufgabe der Digitalisierung.

Nach den Impulsvorträgen von Herrn Prof. Beivers und Herrn Storm hatte Erich Irlstorfer die Gelegenheit, seine Positionen und Schwerpunkte im Rahmen der Podiumsdiskussion darzustellen.

Dabei betonte Erich Irlstorfer, das Gesundheitssystem müsse weiterhin auf Basis einer solidarischen Krankenversicherung organisiert werden. Eine Einheitsversicherung, wie sie die anderen Parteien fordern, lehnt Erich Irlstorfer ab. Der medizinische Fortschritt müsse für alle zugänglich bleiben. Es gelte, eine Medizin nach dem Geldbeutel zu verhindern.

Maßstab einer guten Versorgung ist und bleibt für Erich Irlstorfer die flächendeckende wohnortnahe medizinische und pflegerische Versorgung mit qualitativ hochwertigen ambulanten haus- und fachärztlichen sowie stationären Leistungen sowie von Apotheken in Stadt und Land. Dafür müssten nicht nur neue innovative Versorgungskonzepte entwickelt sondern beispielsweise auch das Medizinstudium reformiert werden. Dabei gehe es darum Studienplätze für zukünftige Landärzte zur Verfügung zu stellen. Auch müsse man über Zugangsmöglichkeiten zum Medizinstudium außerhalb des Numerus Clausus nachdenken.

Eine wichtige Frage für Bayern sei darüber hinaus die Einführung einer Regionalkomponente im Risikostrukturausgleich, damit sollten Wettbewerbsnachteile für die Hochlohn- und Hochpreisregionen ausgeglichen werden, denn die bayerischen Beitragszahler trügen auch einen überproportionalen Beitrag zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.