Erich Irlstorfer

Mitglied des Deutschen Bundestages - Ausschuss für Gesundheit

Verbesserung für freiwillig versicherte Rentnerinnen

18. Mai 2017

Berlin, 16.5.2017; Wer dank einer neuen gesetzlichen Regelung Anspruch auf geringere Krankenversicherungsbeiträge hat, muss diesen selbst bei seiner Krankenkasse geltend machen, darauf macht der Bundestagsabgeordnete Erich Irlstorfer, der für die CSU im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages sitzt, aufmerksam. Neu ist, dass drei Jahre für jedes Kind auf die Vorversicherungszeit der Krankenversicherung der Rentner angerechnet werden

Im Februar dieses Jahres hat der Deutsche Bundestag das Heil- und Hilfsmittelgesetz verabschiedet. Darin wurde auch eine Regelung beschlossen, die spürbare Erleichte­rungen für Frauen bringt, die als Rentnerinnen die Mindestbeitragszeit der Krankenkassen nicht erreichen und deshalb bisher die sehr viel höheren Beiträge für die freiwillige Krankenversicherung für Rentner zahlen.

Die bisherige Regelung hatte Frauen betroffen, die in der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens zu weniger als 9/10 Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sind, weil sie wegen der Kindererziehung berufliche Ausfallzeiten hatten, während derer sie über ihren privat versicherten Ehepartner versichert waren.

Es ist wichtig, dass die betroffenen Frauen von dieser neuen Regelung erfahren, denn der neue Beitrag wird nicht automatisch von den Krankenkassen angepasst, sondern muss beantragt werden

Das betrifft etwa die Ehefrau eines Polizisten oder eines anderen Beamten, die vielleicht 700 Euro Rente bekommt, davon aber als sogenannte freiwillig Versicherte bisher 250 Euro an die Krankenkasse abzugeben hat.

„Dieses Thema ist der CSU schon seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Deshalb bin ich froh, dass wir jetzt eine Regelung finden konnten, der zufolge nunmehr drei Jahre für jedes Kind auf die Vorversicherungszeit der Krankenversicherung der Rentner angerechnet werden“, so Erich Irlstorfer. Damit fallen viele der betroffenen Frauen unter den Beitrag der Pflichtversicherung, der deutlich geringer ausfällt.

Irlstorfer fordert weitere Verbesserungen

Erich Irlstorfer fordert in der kommenden Legislaturperiode weitere Verbesserungen für Rentnerinnen. „Wir haben in Deutschland ein weitreichendes Gerechtigkeitsproblem bei der finanziellen Ausstattung von Müttern im Rentenalter. Es ist für uns als CSU nicht akzeptabel, wenn Mütter am Ende eines arbeitsreichen Lebens im Beruf und für Kinder und Familie mit einer Rente auskommen müssen, die zum Leben nicht reicht. Mit unseren Plänen zur Anrechnung der Kindererziehung auf die Rente – unabhängig vom Geburtsdatum des Kindes vor oder nach 1992 – wollen wir in der kommenden Legislaturperiode weitere Verbesserungen erreichen.