Erich Irlstorfer

Mitglied des Deutschen Bundestages - Ausschuss für Gesundheit

UMAMI: Veranstaltung mit Dr. Florian Herrmann und Angelika Schorer in Langenbach

04. September 2017

Am 29.8.17 besuchten meine Kollegen aus dem Landtag Dr. Florian Herrmann, Vorsitzender des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport und innenpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag und Angelika Schorer, Ausschussvorsitzende für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Gemeinde Langenbach in meinem Wahlkreis.

Fleischsomelier Augustin Keller lässt UMAMI erleben. Foto Schwarzfischer

Eine Betriebsführung durch die Feinkost-Metzgerei Keller ermöglichte Einblicke in das Handwerk einer fleisch­verarbeitenden Metzgerei und vermittelte die dort bestehenden höchsten qualitativen Ansprüche an Ausstattung und Abläufe. Jeder der Teilnehmer musste sich in weiße Einmalarbeitskleidung kleiden, Haube und Schuhüberzieher anziehen, die zusätzlich in einer Reinigungsstraße gereinigt wurden, bevor jeder Gast die „reine“ Seite der Produktion betreten durfte. Das Thema Arbeitsschutz ist wichtig. Jeder Metzger muss bei Fleisch­somelier Augustin Keller eine stich- und schnittfeste Schürze und Handschuhe tragen, damit Verletzungen vermieden werden. Der Fleischsomelier Keller zeigte auf, was der fünfte Geschmackssinn Umami ist und warum bei nicht einsetzen von Glutamat die Produkte vom Kunden oft nicht als nicht für gut befunden werden, weil der Geschmackssinn wohlschmeckend nicht bedient wird. Wir kennen salzig, süß, bitter, sauer, als die Geschmackssinne, Umami belegt den Geschmackssinn wohlschmeckend, würzig.

Dr. Florian Herrmann MdL, Dr. Dorothee Fremann (Ortsvorsitzende Langenbach), Augustin Keller (Inhaber Metzgerei Keller), Angelika Schorer MdL, Walter Schmidt (2. Bürgermeister Langenbach). Foto Schwarzfischer

Im anschließenden Dialog mit Herrn Dr. Herrmann und Frau Schorer wurde schnell klar, dass immer mehr Regularien durch nationale und europäische Gesetzgebung umgesetzt werden müssen, die es dem Handwerk in der Fleischverarbeitung sehr schwierig machen, die dazu nötigen Investitionen zu tätigen. Herr Keller warb im Dialog mit Frau Schorer für Verständnis beim Konsumenten, dass nicht täglich zu jeder Zeit alle Produkte immer ausreichend vorhanden sein können und die Qualität im Handwerk auch einen anderen Preis erfordert. Fehlendes qualifiziertes Personal, bzw. fehlende Wertschätzung von Ausbildungsberufen, wie für den Metzger oder Fachverkäufer, führen zu Problemen in der Personalgewinnung. Vorhandenes Personal ist aber motiviert und engagiert. Allerdings belastet die kalte Progression bei der höheren Besteuerung von Überstunden.

Teilnehmer bei „Wohnen im Alter“ in Langenbach. 7. von links: Dr. Elmar Ziegler. Foto Schwarzfischer

Für dem Veranstaltungsteil „Wohnen im Alter in Langenbach“ zeichnete Herr Dr. Elmar Ziegler, Seniorenreferent von Langenbach und stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirates des Landkreises Freising verantwortlich. Neben Themen, die in einem gemeindlichen Konzept gesteuert werden müssen, wie die gemeinsame Sozialstation mit Haag a.d. Amper, das Bürgerbüro und der Seniorentreff, stand die Gründung einer Seniorengenossenschaft im Mittelpunkt. Die Idee dahinter ist, dass jeder einzelne etwas besonders gut kann oder gerne tut, wie etwa Rasenmähen oder Bügeln. Besagte Leistung wird zeitlich und monetär zur Verfügung gestellt und bewertet und kann im Austausch mit anderen Leistungen genutzt werden. Eine solche Genossenschaft stellt gewissermaßen eine organisierte Art der Nachbarschaftshilfe dar. Eine Idee, die es in vielen Varianten schon gibt, inklusive Anbieter über Apps. In jedem Fall aber eine sehr wertvolle Idee, die in Langenbach umgesetzt werden soll.